Quelle: Bischof Oliver Gehringer

„Woher kommen die Kriege bei euch, woher die Streitigkeiten?“

Die Frage trifft.

Nicht nur Streitigkeiten gibt es in den Gemeinden, sondern regelrecht Kriege!

Christen, die ein Zeugnis für die Liebe Gottes abgeben sollen, sind in „dummen“ Streitigkeiten an einander geraten, liegen miteinander im Clinch, sind in Konflikten gefangen.

Das ist bis heute in der Kirche nicht anders, sie ist gespalten.

Die Formulierung, dass Krieg geführt wird, scheint eventuell übertrieben.

Aber sie legt offen, dass mitten durch die Christenheit eine Spaltung geht.

Im Laufe der Jahrhunderte hat diese Spaltung zu viel realeren und blutigeren Kriegen geführt, als sich das Jakobus je hat vorstellen können.

Aber auch „unblutige Kriege“ stehen heute vielerorts an der Tagesordnung.

Von einer „Einheit“ ist nicht die Rede, auch wenn überall davon gesprochen wird.

Im 2. Teil der heutigen Lesung klagt Gott sein Volk an, den Bund mit ihm gebrochen zu haben.

Das hat er auch schon im Alten Testament getan.

Auch hierfür wählt Jakobus scharfe Formulierungen.

Auch die christlichen Gemeinden wollen gleichzeitig Böses und Gutes tun.

Sie leben in der Welt und schließen Freundschaft mit der Welt.

Das Resultat ist Loyalität, die auf die Probe gestellt wird, wenn der Mensch dieser Welt mehr verpflichtet ist als Gott.

Genau von einer solchen Prüfung schreibt Jakobus und nimmt schon vorweg, wie das Resultat ausfallen wird.

Die Welt zu lieben bedeutet, der Weisheit von unten zu folgen.

Die Welt bezieht sich nur auf sich selbst und steht Gott entgegen.

Selbstbezogenheit führt dazu, dass das, was von Gott kommt, nicht erkannt werden kann.

Wo Christen zusammen sind, da sollte von vorneherein ein Umgangsstil herrschen, der im anderen letztlich Christus sieht und Christus Respekt erweist.

Die Weisheit ist „unparteiisch, sie heuchelt nicht“.

Das macht noch einmal deutlich, dass es nicht um irgendeinen Frieden und irgendeine Freundlichkeit geht, sondern um jene Offenheit und jenen Willen zur Wahrheit, wo nicht jeder selbst mit seinen Interessen und seiner Strategie im Vordergrund steht, sondern Glaube und Gerechtigkeit.

Letztlich wird die Weisheit von Gott immer daran erkennbar bleiben, dass sie „reich an guten Früchten“ ist.

Daran ist alles zu messen. Auch unser Tun und unser Unterlassen! (BOG)

Über Hans-Kristian Dornbusch, Evangelist der JUMP JESUS Byzanz ((JJB)

.) Evangelist des Living Hands Projekts "JUMP JESUS Byzanz (JJB)" .) Chefredakteur und Journalist der christlichen Zeitung Liberaler Boten .) ehemals Spitzenkandidat der Obdachlosen in der Politik (ODP) bei den NR-Wahlen 2017
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