Gott baut einen lebendigen Tempel

Bischof Oliver Gehringer

Wenn das wahr ist, dass die Gemeinde in Korinth ein „heiliger Ort“ ist, ein Ort des Gebets und des Gebens, ein Ort der Zuflucht, dann benötigt die Welt keine weiteren Tempel mehr. Nur die Gemeinde Gottes zu Korinth und wer sich mit ihr bis auf den heutigen Tag in Gemeinschaft weiß, ist Gottes Tempel.

Ein Tempel, an dem Gott selbst baut, den nur Gott kennt.

Ein Tempel, der nicht aus Holz oder Stein, sondern aus lebendigen, aus freien, aus selbstbewussten Wesen erbaut ist.

Ein Tempel, der sich in Zeit und Raum bewegt, der so viele Einzelne zu einem Ganzen integriert, als eine Gemeinschaft lebendiger, freier, selbstbewusster und sich selbst bestimmender Wesen.

Aber wie kommt diese Gemeinschaft zustande?

Wir wissen alle aus eigener Erfahrung, dass das nicht leicht ist, soll eine Gemeinschaft auf gemeinsames Hören und Verstehen beruhen.

Wer den Sinn und die Richtung und die Perspektive seines Lebens mit anderen teilen kann, der ist auch fähig, Gemeinschaft zu praktizieren und auszuhalten.

Er ist – mit Paulus gesprochen – fähig, weise zu sein.

Aber wir wissen, dass es dieses Weisesein nicht von Anfang an gibt.

Am Anfang gibt es Streit, Kampf, Konflikt, Konfrontation, Uneinigkeit, Auseinandersetzung.

Das ist bei Paaren so, um die dominierende Rolle; zwischen Geschwistern, um die Liebe und die Anerkennung der Eltern, und ebenso auch zwischen den sozialen Klassen und Ethnien um ihren Anteil am gesellschaftlichen Wohlstand.

Paulus sucht auf seine Art, diesen Konflikten auf die Spur zu kommen, um sie zu lösen.

Und was er findet, ist Täuschung, Wahn, Lug und Trug.

Alle diese Konflikte beruhen auf einer Selbsttäuschung; Symptome einer eingebildeten Welt.

Es ist die große Illusion des Sich-selbst-Rühmens, des eigenen Groß-sein-Wollens.

„Wir sind wieder wer!“ „We are the champions!“ „Wir sind Weltmeister!“

Das ist – die Bibel kann durchaus auch ironisch sein – unsere Weisheit, die Weisheit dieser Welt.

Die Weisheit, die sich dafür sogar auf einen Gott dieser Welt, auf einen Fürsten dieser Welt beruft.

Wo in dieser Welt Weltweisheit zur Dominanz gelangt, da ist es aus mit dem Tempel Gottes, aus mit der Gemeinschaft lebendiger, freier, selbstbewusster, sich selbst bestimmender Wesen.

Da ist nichts mehr mit Gottes Heiligtum auf dieser Erde und in dieser Zeit.

Diese Weltweisheit ist buchstäblich asozial.

Wir sollten aufhören uns unserer „Weisheit“ zu rühmen und dafür damit anfangen, die Weisheit Gottes zu erkennen, wieder auf sein Wort zu hören, seinen Auftrag an uns ernst zu nehmen, und „menschlich“ zu werden.

Das ist es, was unsere Welt dringend braucht – Täuschung, Lug, Trug und Wahn haben wir schon mehr als genug! (BOG)

Über H.K.Dornbusch, Leiter von Jump Jesus BYZANZ

.) ist Obmann der Christlich-Liberalen. der Jump Jesus BYZANZ Evangelisationsbewegung in Bulgarien .) Herausgeber des Liberalen Boten und der Jump Jesus BYZANZ
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