Die Geschichte der „immerwährenden Neutralität“ und der christlichen Friedensarbeit in Österreich

„Warum wir eigentlich immer gegen den Deutschnationalismus kämpfen würden?“ hat mich am gestrigen Tag jemand gefragt. Jemand, der gesehen hat, dass wir mit unserem Kampf sogar Probleme bekommen. Dem allerdings bewusst war, dass wir am heutigen Tag den Dreikönigstag der FPÖ wieder dazu nützen werden, auf unser Anschauung diesbezüglich hin zu weisen.

Ob uns denn nicht bewusst wäre, dass wir hierdurch auch einen Kampf gegen die allgemeinen Menschenrechte führen?

Allgemeine Menschenrechte und Living Hands

Und er dürfte damit wohl Artikel 19 der allgemeinen Menschenrechte gemeint haben.

Artikel 19 (Meinungs- und Informationsfreiheit)
Jeder Mensch hat das Recht auf Meinungsfreiheit und freie Meinungsäußerung; dieses Recht schließt die Freiheit ein, Meinungen ungehindert anzuhängen sowie über Medien jeder Art und ohne Rücksicht auf Grenzen Informationen und Gedankengut zu suchen, zu empfangen und zu verbreiten.

Womit ich ihm sogar Recht geben möchte! Grundsätzlich wäre auch ich dafür, dass die deutschnationalen Burschenschafter einfach ihre Meinung haben dürfen. Aber nur Grundsätzlich!

Unser Ansatz:
.) Basis/Direkte Demokratie
.) Unweltschutz und
.) Menschenrechte

Nächstenliebe

Wäre sogar der Meinung, dass auch für diese die christliche Nächstenliebe gelten sollte.

Gal 5,14
Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): »Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!«

Gebe es damit nicht ein historisches Problem. Ein Problem, dass eine andere Bibelstelle verletzt.

Mt 5,9
Selig sind die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes heißen.

Denn:

Urburschenschaft

Als 1815 erstmalig der Wunsch aufkam, dass Österreich ein Teil des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation werden solle, bis dahin kennen wir ja die Geschichte Österreichs:

.) vom Lehen Ostarrichi des Freistaates Bayern,
Wikipedia: Osterland

.) dem Erzherzogtum Österreich und dann
Wikipedia: Erzherzogtum Österreich

.) 1804 der Personalunion des Kaisertum Österreichs mit dem Heiligen römischen Reich deutscher Nation
Wikipedia: Kaisertum Österreich

da war der Gedanke zwar staatsfeindlich aber rechtlich wahrscheinlich sogar noch in Ordnung.

Deutschnationale Parteien

Und als man 1882 den Deutschnationalismus in Formen von Parteien goss, sie Wissen schon Georg Ritter zu Schönerer, da war dies erst Recht rechtens.

.) Wikipedia: Georg von Schönerer
.) Wikipedia: Deutschnationale Bewegung

Weil Franz Freiherr von Pillersdorf und die Christlich-Liberalen 1867 in der Sanktionierung der Dezemberverfassung das Versammlungsrecht ebenso integriert hatten, wie das allgemeine Wahlrecht, das Persönlichkeitswahlrecht, das Erbrecht für Frauen, die Bindende Direkte Demokratie, das Pressezensurverbot, das allgemeine Wahlrecht und das Parteibildungsrecht.

.) Wikipedia: Franz Freiherr von Pillersdorf
.) Wikipedia: Pillersdorfer Verfassung
.) Wikipedia: Dezemberverfassung

Einmarsch in Schönbrunn

Erst als die Deutschnationalen am 11.11.1918 mit Gewalt in Schönbrunn einmarschieren und Karl I zum Regierungsbeteiligungsverzicht nötigten, wissend, dass es sich bei Österreich zu diesem Zeitpunkt um eine Republik auf Basis der Dezemberverfassung handelte, in welcher der Kaiser nur noch gemeinsam mit dem Herrenhaus und Abgeordnetenhaus einstimmig beschließen konnte, eine konstitutionelle oder wie DDr. Günther Nenning meinte rosa-rote Monarchie, da wurde das Verhalten erstmalig bedenklich.

Deutschösterreich Gesetz

Ein Verhalten, dem am 12.11.1918 trotz Wildauflösung des Herrenhauses und damit keinem Beschluss im Kaisertum Österreich dann ein Deutschösterreich-Gesetz folgte, welches Österreich zum Bestandteil der deutschen Republik erklärt hätte.

Zweifelsfrei ein Verfassungsbruch ist.

Und ein Gesetz das in St. Germain dann von der Ententene ablehnt wird.

Denn dort soll Deutschösterreich erfahren, dass es sich weder Deutschösterreich nennen darf, noch Bestandteil der deutschen Republik sein darf und ganz im Gegenteil die angestrebte Neutralität eines Heinrich Lammasch gefordert wird. Kein militärisches Bündnis mit Deutschland.

Staatsgründung

Womit de Fakto die Neutralitätsgeschichte Österreichs beginnt. Und mit dem Deutschnationalen Gedanken in einen Zwiespalt gerät. Ein Verhandlungsergebnis in St. Germain das am 21.10.1919 zu einem Zwischenergebnis führen soll.

Der Umbenennung von Deutschösterreich zur Republik Österreich. Einem Staat, welcher von sich selbst erklärt, sich in keiner Rechtsnachfolge des bis datto bestehenden Staates zu befinden (Kaisertum Österreich).

.) RIS: Deutschösterreich
.) Bestandteil der deutschen Republik
.) RIS: Staatsgründungsgesetz

Vertragsbruch St. Germain

All das steht im RIS des Bundeskanzleramtes der Republik Österreich. Und wird daher von dieser meiner Meinung nach gar nicht bestritten.

Wäre auch normalerweise kein Problem, wenn nicht Deutschösterreich beschlossen hätte, eigener Staat zu bleiben.

Und daher der Vereinbarung mit der Ententene kein militärisches Bündnis mit Deutschland bereits 1919 nicht entsprochen wurde.

Kelsenverfassung

Wird dann noch mit der Kelsenverfassung verziert.  Einer Verfassung der Republik Österreich. Also Deutschösterreichs.

Auf der dann auch das Adelsaufhebungsgesetz beruht.

Was allerdings die deutschnationalen Parteien nicht daran hindert, eine „Heim ins Reich“ Bewegung zu starten.

Deutschnationale Parteien, welche ein einziges Ziel verfolgen:

Die Verbote von St. Germain sich mit Deutschland militärisch und politisch zu verbinden aufzuheben.

Christlich-Liberale und unsere Ziele

Und genau da beginnt der Kampf von uns Christlich-Liberalen gegen den Deutschnationalismus.

In St. Germain 1918. Als man Österreich ein militärisches Bündnis mit Deutschland untersagt.

Denn: Bis zu diesem Zeitpunkt hat man mit Franz Freiherr von Pillersdorf ab 1848 dafür gekämpft, dass „der Kaiser gemeinsam mit dem Volk regiere.“

Es ging also primär um Abschaffung des Absolutismus und die Befreiung des Menschen.

Das Recht auf Mitwirken.

Es geht daher primär nicht um die Wiederherstellung des Kaisertums, sondern die Verhinderung der Verletzung der Verträge von St. Germain und den Friedensvertrag von Leopold Figl im 2. Weltkrieg.

Einmarsch der Deutschnationalen

„Ihr seid ja solche Nazis!“ wollte mir unlängst jemand nachsagen und ich habe ihn darauf hingewiesen, dass wir genau das Gegenteil sind.

Die bekannteste Gruppierung der „Heim ins Reich“ Bewegung ist nämlich die DAP, in Deutschland dann NSDAP, die nach München geht um den Anschluss Österreichs von dort zu forcieren.

Ein Anschluss der allerdings laut Gesetzeslage im RIS eher eine Zusammenführung gewesen ist.

Denn: Das Deutschösterreich Gesetz ist ja de fakto niemals mehr wirklich ausser Kraft gesetzt worden.

Grundlage: Deutschnationalismus

Für all diese Entwicklung aber seit 1815 ist eigentlich immer wieder nur ein einziger Gedanke, der Deutschnationalismus, der Glaube das Österreich ein Bestandteil des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation sein müsste, die Triebkraft.

Eine Triebkraft auf welche sich die Deutschnationalen Burschenschafter bis heute beziehen.

Treue um Kaiser Franz I von Österreich, der gleichzeitig auch Franz II vom Heiligen römischen Reich deutscher Nation gewesen ist.

Eine Peronalunion mit dem Heiligen römischen Reich deutscher Nation bildete.

Christlich-Liberale oder Bürgerlich Grüne

Es ist aber auch die Grundlage, warum von DDr. Günther Nenning an wir bürgerlich Grünen oder besser eigentlich Christlich-Liberale, auch wenn sich diesbezüglich ein historischer Bruch in unserer Gedankenwelt befindet, skeptisch zum EU Beitritt gestellt haben.

Warum wir die Bestandsverpflichtungen Österreichs mit der NATO und PESCO skeptisch sehen. Und einen Zentralstaat Europa kategorisch ablehnen.

Weil all das die Friedensverträge des 1. und 2. Weltkrieges gefährdet in denen die „immerwährende Neutralität Österreichs“ und das Zusammenlegungsverbot mit Deutschland festgehalten sind.

Wir eigentlich nur die Einhaltung der Gesetze fordern und meinen, wir können nicht anders, als daher für das Kaisertum Österreich zu sein.

Die Templer – Patriotische Christen Österreichs


Wir daher einfach, so wie DDr Günther Nenning Österreich Patrioten sind.

Mal egal ob man uns Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) oder einfach Christlich Liberale nennt.

Wir fordern die Rückkehr nach Österreich.

Weil dies der letzte Stand vor den Vertragsverletzungen war.

Versteht Ihr uns?

Über Hans-Georg Peitl, ORM (Pastor) der Living Hands

.) Outreach Manager (Pastor) der Living hands, der familienorientierten Urgemeinde ZVNr. 740389713 .) Pastor des Living Hands - Christian Communication Centers (LH-CCC) .) Spitzenkandidat der Obdachlosen in der Politik (ODP) bei den NR-Wahlen 2017 .) Chefredakteur und Journalist der christlichen Zeitung Liberaler Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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