Obdachlos in Wien: Ein offener Brief an Sebastian Kurz

Eigentlich hätte ich mir bisher ja nicht gedacht, wie leicht es passieren kann, dass Menschen in Wien obdachlos werden.

Habe es zwar selbst vor einigen Jahren erlebt, dass man mir, weil meine Firma pleite ging, die Wohnung unter den Fingern weg nahm, schrieb es damals aber meinen mangelnden Fähigkeiten als Unternehmer zu.

Sah daher auch noch Fehler bei mir.

Das es aber einem in Wien auch passieren kann, obdachlos zu werden, weil man menschlich ist und alten Menschen hilft, dass erlebe ich erst jetzt:

Hans-Georg Peitl
Laxenburgerstrasse 49-57/11/7
1100 Wien
Tel. 0676/355 20 75

Hallo Sebastian,

Eigentlich wollte ich es bisher meinen Obdachlosen ja nicht so richtig glauben.

Ich meine, dass man eine Gemeindewohnung in Wien auch verlieren kann, wenn man regelmässig die Miete bezahlt hat. Keinerlei Beschwerden der Nachbarn wegen Streiteren gegen Einen vorliegen. Oder man auch mit der Gemeinde nicht gestritten hat.

Es ist aber so.

Am gestrigen Tag erreicht mich eine E-Mail einer Rechtsanwältin Dr. Roiser, die in meiner ANWESENHEIT am 19.11.2019 zu meiner ABWESENHEITSkuratorin bestellt wurde.


Man hätte von Seiten des Bezirksgerichts Favoriten doch alle Hebel in Bewegung gesetzt um festzustellen wo ich wäre.

Ich meine ausser:

.) einmal ein Schreiben an meine Adresse Laxenburgerstrasse 49-57/11/7, 1100 Wien zu senden, auf welches ich hätte antworten können  Oder:
.) Die Telefonnummer 0676/355 20 75 zu wählen um mich zu fragen, wo ich mich aufhalte und wann ich wiederkehre. Oder:
.) Im eigenen Haus, dem Bezirksgericht Favoriten, dort lief nämlich zu dieser Zeit gerade ein von mir als Bevollmächtigter meiner Frau von meiner Seite eingebrachter 2 Wochen alter Rekurs

nachzufragen.

Was alles zu der Erkenntnis geführt hätte, dass ich mich zu diesem Zeitpunkt ganz normal in meiner Wohnung aufhielt!

Daher gar nicht abwesend gewesen bin!

Es wird Herrn Johannes Weber, Rechtspfleger des Bezirksgerichts daher ein wenig schwer fallen zu erklären, welche Schritte er tatsächlich unternommen haben möchte um meine Person aufzufinden.

Auch wenn ich, zugegebener Massen mich in der Zeit von Februar 2019 bis Oktober 2019 mit meiner Frau in Bulgarien aufhielt, um die Mutter nach einer schweren Augenoperation zu betreuen. Ihren Bruder nicht im Stich zu lassen.

Der Grund meines längeren Auslandsaufenthaltes.

Wobei ich mich ja als Journalist und Bundesobmann der Vereinigung Österreichs Liberaler Grüner (VOLG) natürlich frage, ob ich eigentlich, wenn ich Auslandskorrespent einer Zeitung wäre, einer sonstigen Arbeitstätigkeit in der EU nachgehen würde oder aber Geschäftstreibender wäre, der mit Import/Export zu tun hat, ebenfalls damit rechnen müsste, durch Verlust einer Gemeindewohnung in Wien obdachlos zu werden?

Weil man nämlich, wer immer auch die Gemeinde auf den Umstand aufmerksam gemacht hat, justament in diesem Zeitraum einen Hausinspektor der Gemeinde vorbeigeschickt hat, der feststellte, dass ich und meine Frau tatsächlich nicht anwesend wären, in der wir wirklich nicht da waren.

Ganz genau 2 Wochen nach unserer Abreise.

So das wir genau genommen zu diesem Zeitpunkt auch noch im Urlaub gewesen hätten sein können.

Der Hausinspektor hierdurch zwar in keinster Weise hätte feststellen können, wie lange wir schon nicht gegenwärtig sind, aber sich offensichtlich auf die Information von Dritten verließ.

Selbst auch nicht versuchte, unseren Aufenthaltsort zu ermitteln.

Sich hierauf  einfach an das Gericht wandte um unüberprüft bekannt zu geben, dass die Wohnung unbewohnt wäre.

Was die Wohnung natürlich nicht ist!

Und damit einen Wohnungsentzug einzuleiten!

Da ich annehme, dass die Liste Kurz derzeit sowieso auf der Suche nach Themen für die Wien Wahlen ist und ich als Grüner zwar auf Seiten Werner Koglers und Georg Willis in Innsbruck stehe, allerdings mir vorstellen kann, dass sich die Wiener GRUENEN, die ja derzeit in einer Koalition mit der SPÖ die Stadt verwalten in Interessenkonflikte befinden könnten, sich dieser Sache anzunehmen, wende ich mich daher in der Bitte um Mithilfe an Dich.

Wäre dankbar, wenn man einen Weg finden würde, dass Menschen die beruflich einer Tätigkeit im Ausland nachgehen und auch wenn es sich um die Familie handelt, so könnte man es dennoch als Altenpflege betrachten, nicht deshalb weil sie arbeiten ihre Wohnungen in Österreich verlieren.

Oder?

Mit freundlichen Grüssen

Hans-Georg Peitl
Herausgeber des
Liberalen Boten

Über Hans-Georg Peitl, ORM (Pastor) der Living Hands

.) Outreach Manager (Pastor) der Living hands, der familienorientierten Urgemeinde ZVNr. 740389713 .) Pastor des Living Hands - Christian Communication Centers (LH-CCC) .) Spitzenkandidat der Obdachlosen in der Politik (ODP) bei den NR-Wahlen 2017 .) Chefredakteur und Journalist der christlichen Zeitung Liberaler Boten .) Autor zahlreicher Bücher
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