Über die Arbeitszeit-Teilung

Ich sag es Euch, Freunde. Da stößt man, wenn man lange genug im Facebook sucht manchmal auf Grundideen, denen man mit logischem Hausverstand besser nicht folgt.

Da gibt es zum Beispiel, wer ursprünglich der Urheber dieses Vorschlags war weiß ich nicht, der von der EZB stammt ja meiner Meinung nach auch nicht direkt von Norbert Josef Huber, sondern von jemand in der EU-Kommission, den Vorschlag, man solle doch die Arbeit teilen. Den Menschen weiter das Selbe bezahlen.

Und ich kann mir vorstellen, dass auch dieser Vorschlag die Menschen wieder begeistert.

Hey, super. Ich arbeite nur noch die halbe Zeit und bekomme dafür das selbe.

Begeistert, wenn man der Logik nicht wirklich folgt!

Den Hausverstand einschaltet!

Also:

Die Produktion eines Werkstücks braucht vier Stunden Zeit und kostet an Produktionskosten, also reiner Arbeitszeit, für das Beispiel der Einfachheit halber angenommen, Material nicht mitgerechnet: EUR 400,-.

Arbeitsdauer und der damit notwendig werdende Arbeitslohn:

Zwei Werte die zweifelsfrei unumstößlich sind.

Wenn ich nun die Arbeitszeit also teile, zwei Personen damit beauftrage dieses Werkstück zu produzieren, zwei Personen also jeweils 2 Stunden daran arbeiten lasse, so habe ich die Möglichkeit jedem von beiden nur EUR 200,- zu geben.

Dann bleiben die Kosten der Produktionszeit ident. Dann kann der Verkaufspreis bleiben. Und ich als Unternehmer lebe wie bisher.

Es sinkt aber auch die Kaufkraft jedes Einzelnen, weil sie ja nunmehr nur noch EUR 200,- anstatt EUR 400,- haben, um 50 Prozent.

Oder aber ich gebe jedem der beiden EUR 400,-.

Dann kostet mich die Produktion selbst EUR 800,-.

Und damit ich als Unternehmer keinen Verlust mache, muss ich dann in weiterer Folge diesen Produktionskosten  mit in den Handel nehmen.

Müsste daher rein logisch meine Verkaufspreise anpassen.

Und: Das Doppelte verlangen.

Nicht, weil ich ein böser Mensch bin.

Sondern: Weil ich ja selbst das Doppelte bezahle.

Nur damit ich wieder auf den selben Gewinn, die Privatentnahme, sagen wir das Geld, von dem ich als Unternehmer lebe, komme.

Stimmt nicht ganz.

Da ich ja durch den Verkaufspreis von EUR 800,-, oder sagen wir 1200,- damit mir auch noch Etwas bleibt, ich genauso viel bekomme wie meine Mitarbeiter, deutlich mehr Umsatz machen würde, muss ich sogar noch berücksichtigen, dass ich deutlich mehr Steuern dafür bezahle.

(Übrigens wieder vereinfacht, weil ich derzeit das Material bewusst nicht berücksichtige. Dessen Kosten würden natürlich auch noch einmal steigen, weil ich ja auch die Arbeitszeit der Logistiker teilen würde. Auch dort Mehrkosten entstehen.)

Müsste also auch noch die Versteuerung mit einberechnen.

Wir kommen also real etwa auf einen dreifachen Verkaufspreis wie heute.

Da letztlich aber weder Person A noch Person B, beide Mitarbeiter die das Werkstück produzierten, dadurch eine Kaufkraftsteigerung erlangt haben, sondern die Kaufkraft gleich geblieben ist, sie bekommen ja nach wie vor EUR 400,-, der Verkaufspreis aber sich durch doppelte Produktionskosten + Mehrversteuerung sich verdreifacht hat, so bekäme ich bulgarische Verhältnisse.

Das Problem also, dass man in den Geschäften zwar alles kaufen könnte, wenn man das Geld hierzu hätte,die Menschen aber eben über keine Kaufkraft verfügen. 

Oder wie es in Bulgarien derzeit ist:

Die Preise bei ungefähr 80 Prozent der Preise in Österreich liegen, während dem die Menschen so um die 100 bis 300 EUR im Monat verdienen.

Und das ist der Grund, warum die Unternehmen in Bulgarien bis heute der staatlichen Unterstützung bedürfen.

Die Fabriken, die von Produktion lebten, pleite gegangen sind.

Weil die Unternehmer versuchten, die Produktionskosten zu drücken.

Sich die Menschen an den Mehrkosten im Handel einfach nicht mehr beteiligen konnten.

Es daher, wenn man es genau nimmt, bis heute in Bulgarien keinen freien, also nicht gestützten Handel gibt.

Ja, noch nicht einmal geben kann!

Arbeitzeit-Teilung? Früher im Kommunismus durchaus üblich!

Zu Zeiten des Kommunismus auch kein Problem, weil alles allen gehörte.

Selbst der Unternehmer nur ein Mitarbeiter der Gesellschaft war.

Niemand erwartete, dass das Unternehmen Gewinne erzielt!

Nur: Wenn man es sich genau überlegt:

Wiederum einer der Vorschläge, den wenn man ihn vereinfacht darstellt, damit die Menschen ihn logisch nachvollziehen können, einer Prüfung eben nicht standhält.

Findet Ihr nicht?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
Dieser Beitrag wurde unter Begrüssung veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.