Christlich: Im Wechselspiel von Gesetzlichkeit und Nächstenliebe

Ganz ehrlich, Freunde.

Irgendwie möchte ich den Palmsonntag, den Tag an dem Jesus in den Tempel ging, um dort die Geldwechsler zu vertreiben einmal dazu nützen, in einigen Punkten meine Ansichten der letzten Wochen noch einmal revue passieren zu lassen und zu erklären.

Wo ist die Hölle?

Da ist zum Beispiel einmal meine Aussage:

Eigentlich kann es keine Hölle geben!

Denn: Wenn man davon ausgeht, dass die Hölle das Reich des Teufels ist, so frage ich mich:

Wie konnte der Teufel Jesus auf einem hohen Berg alle Reiche der Welt versprechen, wenn sie ihm nicht gehörten?

Und wenn sie ihm gehören, nun:

Leben wir dann nicht in der Hölle?

Oder anders gefragt: Was genau ist die Hölle?

Mt. 4, 8-11
8 Wiederum führte ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9 und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.10 Da sprach Jesus zu ihm: Weg mit dir, Satan! Denn es steht geschrieben (5. Mose 6,13): »Du sollst anbeten den Herrn, deinen Gott, und ihm allein dienen.« 11 Da verließ ihn der Teufel. Und siehe, da traten Engel herzu und dienten ihm.

Ein Gebiet mit Sicherheit, in dem der Wille des Teufels passiert!

Und das der Teufel auch verschenken kann!

Oder haltet ihr Jesus wirklich für so wenig wissend, dass er nicht gewusst hätte, dass der Teufel ihm Etwas zu schenken verspricht, was diesem nicht gehört?

In unserem Verständnis einer Hölle, dem Reich des Teufels, leben wir also in der Hölle.

Was einem dann auch erklärt, was Jesus mit:

Mt 6,10
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden

meint.

Warum unsere Erde nicht funktioniert

Dann wird einem auch klar, warum diese Welt heute nicht so vollkommen funktionieren kann.

Oder: Im Sinne des Eigentümers vielleicht durchaus vollkommen funktioniert. Denn warum sollte das, was in den Augen Gottes unvollkommen ist, in den Augen des Widersachers nicht vollkommen sein?

Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Warum die Menschen auf dieser Welt alle am Geld kleben. Jesus den Tempel reinigen musste.

Lk 19,46
und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben (Jesaja 56,7): »Mein Haus wird ein Bethaus sein«; ihr aber habt es zur Räuberhöhle gemacht.

Nicht zu verwechseln mit dem es sollte kein Geld geben:

Lk 16,9
Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Denn auch das würde dann wieder der Bibel widersprechen.

Jesus prangert also im Tempel nicht das Geld an sich, sondern dessen Verwendung an.

Das Geld abschaffen? Eine nicht biblische Irrlehre. So wie so Manche andere Gesetzlichkeit heute zu Tage auch.

Wie zum Beispiel:

Abtreibung – Ja oder Nein?

Mein Gott, habe ich mir da von Seiten angeblicher Christen schon das eine oder andere anhören dürfen.

Anhören dürfen, weil ich die Aussage „Abtreibung ist Mord“ in Frage stellte.

Darauf hingewiesen habe, dass der zwangsläufige lebenslange Kontakt zwischen Vergewaltigungsopfer und Vergewaltiger wohl kaum im Sinne Gottes sein kann.

Der Gesetzgeber aber vorsieht, dass ein Vater, gleichgültig wie das Kind auch entstanden sein mag, das Kind regelmässig sieht.

Es meiner Meinung nach psychologisch nicht verantwortbar wäre.

Und wurde darauf ausgestellt, ich wäre zum Mord bereit.

So als würden wir nicht wissen, dass es ein Leben nach dem Tod gibt.

Das Paulus zu dem Thema sagt:

1Kor 15,55
Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?«

So als ob wir nicht wissen würden, dass das Lukasevangelium noch nicht einmal den Freitod negiert.

Lk 20,36
Denn sie können hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung.

Und nach dem Tod ein besseres Leben erwartete:

1.Korinther 15, 22-28
22 Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden.
23 Ein jeder aber in der für ihn bestimmten Ordnung: als Erstling Christus; danach die Christus angehören, wenn er kommen wird;
24 danach das Ende, wenn er das Reich Gott, dem Vater, übergeben wird, nachdem er vernichtet hat alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt.
25 Denn er muss herrschen, bis Gott »alle Feinde unter seine Füße gelegt hat« (Psalm 110,1).
26 Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod.
27 Denn »alles hat er unter seine Füße getan« (Psalm 8,7). Wenn es aber heißt, alles sei ihm unterworfen, so ist offenbar, dass der ausgenommen ist, der ihm alles unterworfen hat.
28 Wenn aber alles ihm untertan sein wird, dann wird auch der Sohn selbst untertan sein dem, der ihm alles unterworfen hat, auf dass Gott sei alles in allem.

Das was also die Abtreibungsgegner in meinen Augen tatsächlich fordern ist:

Kinder die durch eine Vergewaltigung entstanden sind, und die, ich habe gerade erst gestern wieder einen Beitrag in RTL darüber sehen, die Mütter und die Vergewaltiger ein Leben lang zusammen binden, die Mütter gefängnisreif machen, wenn sie den Vergewaltigern den Umgang mit den Kindern untersagen, sollen dazu verpflichtet werden, die Kinder in das Reich des Teufels zu setzen.

Und das verkauft eine CPÖ dann als christliche Politik?

Oder:

Tabak – Ja oder Nein?

Stimmen mag durchaus, dass Menschen an Tabak schon gestorben sind.

Es Lungenkrebs erregen kann wenn man raucht.

Auch wenn ich schon viele Menschen gesehen habe, die an Lungenkrebs erkrankten, obwohl sie noch niemals eine Zigarette geraucht haben.

Wenn aber die Anti-Raucherlobby behauptet, man würde durch Rauchen sein Leben künstlich verkürzen, einmal abgesehen davon, dass das Leben nach dem Tod weitergeht, so widerspricht diese Aussage zweifelsfrei der Bibel:

Lukas 12,25-26
25 Und wenn ihr euch noch so viel sorgt, könnt ihr damit euer Leben auch nur um einen einzigen Augenblick verlängern? 26 Wenn ihr aber euer Leben nicht einmal um eine Sekunde verlängern könnt, was sorgt ihr euch um all die anderen Dinge?

Denn die Bibel erklärt klar, dass man sein Leben nicht verlängern oder verkürzen kann.

Und das man sich keine Sorgen darum machen sollte, wie man lebt.

Wenn dies also eine CPÖ wieder einmal bekannt gibt, so ist sie auch in diesem Bereich nicht auf biblischem Boden.

Mammon Dienst

Womit ich noch einmal zum Ereignis des Palmsonntags zurück kehren will.

Ja, es war Jesus, der uns den Auftrag gab uns erst einmal um das Reich Gottes zu kümmern.

Mt 6,33
Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch das alles zufallen.

Und es war Jesus, der uns darauf hinwies, dass wir unser Herz nicht an das Geld binden sollen:

Mt 6,24
Niemand kann zwei Herren dienen: Entweder er wird den einen hassen und den andern lieben, oder er wird an dem einen hängen und den andern verachten. Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon.

Sondern es dazu nützen, uns damit Freunde zu machen:

Lk 16,9
Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn er zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Die Grundlage der Tempelreinigung!

Wer aber nach einem ewigen Leben hier auf der Welt trachtet, liebe Freunde, dem müsste bewusst sein:

Das ist nicht der Ansatz der Bibel.

Nur, dass wir uns hier um unsere Geringsten kümmern:

Mt 25,45
Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was ihr nicht getan habt einem von diesen Geringsten, das habt ihr mir auch nicht getan.

Damit man uns letztendlich an unseren Früchten erkennt:

Mt 7,20
Darum, an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

Vielleicht der Grund, warum ich so manche geistige Haltung heute hart kritisiere.

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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