Eine merkwürdige Gruppe von Christen

Sagt mal, liebe Freunde.

Ist Euch schon einmal aufgefallen, dass es in den USA die selbe Gruppe an Christen ist, die sich darüber beschweren, dass Frauen Kinder die aus Vergewaltigungen gekommen sind, abtreiben, die dann zu selben Zeit für die Beibehaltung der Todesstrafe plädieren?

Oder: Das es die selben Christen sind, die die Meinung vertreten, man solle doch christlich leben, was für mich bedeuten würde nach der goldenen Regel, dem „Liebe Gott den Herrn der Alles gemacht hat und Deinen Nächsten wie Dich selbst“, die Menschen aber verurteilen, welche die von Gott gemachten Produkte, wie zum Beispiel Tabak auch konsumieren?

Oder: Ist es Euch schon aufgefallen, dass diejenigen, die uns dazu auffordern christlich zu leben selbst im Punkt

Mt 7,1
Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet

oftmals daneben hauen.

Permanent an all den Anderen Etwas auszusetzen haben, die sie selbst nicht sind, während dem sie sich nicht eine Minute fragen: Lebe ich christlich?

Lk 6,41
Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?

Wie weit entspricht mein Leben dem Vorschlag der Bibel?

Zugegeben, es gehört zur Politik dazu, dass man den Anderen ermahnt:

Apg 20,31
Darum seid wachsam und denkt daran, dass ich drei Jahre lang Tag und Nacht nicht abgelassen habe, einen jeden unter Tränen zu ermahnen.

Man sollte aber den Anderen niemals für dessen Politik verachten:

1Kor 13,2
Und wenn ich prophetisch reden könnte und wüsste alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, sodass ich Berge versetzen könnte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts.

Nur korrigieren!

Denn nur wer in der Liebe zum Menschen bleibt und auch zu seinen Mitbewerbern, denn auch das sind Menschen, kann letztendlich die Welt ein Stück besser hinterlassen als er sie vorgefunden hat.

Oder: Seht ihr das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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3 Antworten zu Eine merkwürdige Gruppe von Christen

  1. Es geht um die Liebe, genau. Denn Gott ist die Liebe und ohne Liebe ist alles Nichts im Leben. Was Du also anprangerst bei diesen Gruppierungen wenn Du die Todesstrafe anprangerst, ist deren Hartherzigkeit, was wohl in gewisser Weise das Gegenteil von Liebe ist. Fragt sich also bezüglich Abtreibung, was hartherziger ist. Eine Frau zu zwingen, ihr Baby auszutragen oder ein Baby umzubringen? Weshalb ist für mich ersteres weit weniger hartherzig? Weil es die Möglichkeit gibt, Babys nach der Geburt abzugeben. Sei es in der Babyklappe oder ganz offiziell zur Adoption. Ich muss aber zugeben dass ich das mit der Adoption nicht so genau weiß. Wie vermutlich viele andere auch. Weil darüber auch überhaupt keine Aufklärung stattfindet. Das ist wie es aussieht ein Tabuthema. Kann man sich darauf verlassen dass wirklich jedes Baby einen guten Platz findet, wenn man es zur Adoption freigibt? Gibt es so etwas wie ein Recht, ein Baby zur Adoption frei geben zu können? Was ist wenn das Baby behindert ist und es keiner haben will? Das sind wohl die Dinge die man klären sollte in der Öffentlichkeit.

    • Das grosse Problem ist, dass die Mutter das Kind unter extremen phsychischen Druck bekommen müsste, was in weiterer Folge auf jeden Fall dazu führt, dass das Kind, dass dies ja spürt, seelisch oder aber auch körperlich behindert zur Welt kommt. Es also auch für das Kind unseres Erachtens nicht optimal ist, wenn es 9 Monate lang mit erleben muss, dass die Mutter es innerlich ablehnt. Wie soll eine Mutter Liebe zu einem Kind entwickeln, dass ihr im Rahmen einer Gewalttat „zugefügt“ wurde?

  2. elisabethdoderer schreibt:

    Super Beitrag lieber Hans. Diese Idealisierung der Mutterschaft die angeblich ein Naturphänomen wäre, also die Mutterliebe zum Kind, ist alles andere als selbstverständlich. Da gibt es Mütter vorallem im ach so christlichen Amerika, die ein Kind nach dem nächsten kriegen in einer gewaltherrschenden Ehe, wo sie von ihrem Mann permanent geschlagen wird ebenso wie ihre Kinder und das aus Gründen der finanziellen Absicherung. Tut mir leid weiss da sicher zu wenig, aber in Deutschland und Österreich kriegt die Frau für jedes Kind mehr Geld und muss nicht arbeiten gehen. Sicher sehr wenig aber für manche Frauen ist das immer noch lieber. Ich will darüber nicht urteilen, aber diese Idealisierung der Mutterschaft die mir vorallem in Amerika so auffällt, wie du sehr richtig sagst, dass die dort viel wehementer gegen Abtreibungen von ungewollten Schwangerschaften demonstrieren und gleichzeitig da für härtere Strafen von Gefangenen plädieren nämlich der Todesstrafe, ist äusserst paradox. Vorallem wenn man weiss, dass viele der ungewollten Kinder in den desolatesten Zuständen auwachsen müssen, wo sie nicht mal ein eigenes Zimmer kriegen und der ständigen Bedrohung ihrer oft gewalttätigen und alkoholsüchtigen Väter (aber auch Mütter) vollkommen schutzlos ausgesetzt sind bis sie dann ins Heim kommen und sich niemand mehr um sie schert, denn die Heimkindererzieher haben oft andere Probleme als zu den Kindern eine gute Beziehung auf zu bauen.
    Und von wegen christlich, die meisten Verurteilten in Amerika sind Schwarze, die oft durch völlig lasche Beweisgrundlagen ins Gefängnis kommen und oft jahrelang völlig unschuldig um ihre Entlassung kämpfen müssen und genau die sind es dann die dann sofort als erstes mal die Todesstrafe erhalten, weil die sich so oder so keine guten Rechtsanwälte leisten können, die ihre Unschuld beweisen könnten. Der Rassismus gegenüber Schwarze soll im amerikanischen Justizsysem immer noch beispiellos sein. Was sich da abspielt darüber sollte mal gesprochen werden. Aber nein, diese Aufarbeitung des Rassismus in Amerika wird komischerweise immer noch unterdrückt und die Leute tragen ihre christlichen Gesinnungen vor sich her gehen in grosse christlichen Megaveranstaltungen und wissen angeblich immer noch sehr gut bescheid woher das Böse kommt, der schwarze Mann ist in Amerika jedenfalls immer noch der erste der verdächtigt wird das Böse in die Welt gebracht zu haben, was läuft da bitte noch schief? lg Elisabeth

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