Wird Tirol zum Scheitelpunkt?

Ganz ehrlich, Freunde. So etwa hätte ich mir das Tiroler Landtagswahl-ergebnis am gestrigen Tag vorgestellt. Auch wenn ich Günther Platter vielleicht noch 1 oder 2 Prozent mehr gegeben hätte. Gerade eben genug, um sich den Koalitionspartner aussuchen zu können.

Wir wollen daher Günther Platter zu seiner ausgezeichneten Leistung von 44,3 Prozent im Voraus schon einmal herzlich gratulieren!

Denn es zeigt:

Der Gedanke Volkspartei ist noch immer im Volk vorhanden!

Gut finde ich es auch, dass sich nunmehr eigentlich alle Möglichkeiten ausgehen würden!

Also

.) schwarz-rot, den Zweitplatzierten um damit zu zeigen, Österreich soll wieder sozialer werden,

.) schwarz-blau, den Drittplatzierten um eine „neue attraktive“ Ära einzuläuten

oder

.) schwarz-grün, um mehr auf die Umwelt zu schauen.

Die bisherige Tiroler Landesregierung fortzusetzen!

Und weil sich alle drei Möglichkeiten ausgehen würden, so wird gespannt auf Günther Platter, aber auch auf Sebastian Kurz geschaut, der am gestrigen Tag sich ebenso noch nicht festlegen wollte.

Wer wird nun der favorisierte Koalitionspartner?

Eigentlich wäre es ja, würde man sich an den von der ÖVP-Tirol im Wahlkampf getroffenen Aussagen orientieren  durchaus einfach!

Weil da hatte man ja bekannt gegeben, weder mit linken noch mit rechten Spinnern arbeiten zu wollen! Ja, auch nicht mit den GRUENEN!

Der Standard: Platter will „weder linke noch rechte Spinner“

Was wohl übersetzt bedeuten würde:

Wenn wir die Möglichkeit haben, entscheiden wir uns für die Mitte. 

Und das ist zweifelsfrei die SPÖ!

Nein. Nicht direkt Christian Kern. Sondern den Tirol Ableger, der am gestrigen Tag den zweiten Platz einfahren konnte.

Und vielleicht sollte man ja den Wiener Freiheitlichen Ratschlag annehmen:

Bei einer Koalition sollten der Erste und der Zweite gemeinsam agieren!

Und dennoch finde ich es gut, dass Günther Platter am gestrigen Tag noch keine Entscheidung diesbezüglich bekannt gegeben hat!

Nicht, weil ich es anders sehen würde! Nein, es wäre für Österreich derzeit sehr hilfreich!

Nein!

Sondern:

Die Gedankenpause gibt auch Sebastian Kurz die Chance, sich für die Zukunft klar wieder zu türkis-rot oder aber türkis-blau zu bekennen!

Denn: Angesichts der zahlreichen Skandale in den letzten Wochen, welche ihm sein Koalitionspartner die FPÖ im Bezug auf deutschnationale Ausfälle angeboten hat, übrigens sah es ja kurzzeitig auch in Tirol fast nach einem Abzwerger Skandal aus, befindet man sich mit dieser Entscheidung wohl an einem „Scheitelpunkt“!

Mögliche Antworten

Ohne viel Gesichtsverlust könnte Sebastian Kurz nunmehr meinen:

Ich habe mir das Ganze angeschaut und festgestellt, dass uns die Deutschnationalen in der FPÖ nicht gut tun. Ich plädiere daher für Tirol für schwarz-rot und würde damit eine Weiche für die Zukunft stellen.

Und das würde wahrscheinlich einen Fliegenden Wechsel einleiten.

Oder aber er könnte meinen:

Trotz der zahlreichen Skandale der letzten Wochen, welche uns die Deutschnationalen angeboten haben, schlage ich für Tirol türkis-blau vor. Und stellt Österreich damit an einen echten „Scheitelpunkt“!

Sicherlich, es gäbe auch die Option mit GRUEN, was meiner Meinung nach aber dem gleich käme, sich in irgendeiner Form aus der Verantwortung zu ziehen.

Österreich weiter im Ungewissen zu belassen.

Befinden wir uns auf einer Rechtsspirale oder ist die Umkehr schon geplant?

Sicherlich jedenfalls an einem Scheitelpunkt der österreichischen Politikgeschichte!

Fazit

Was also die ÖVP, oder letztlich doch die Liste Sebastian Kurz, wirklich tun wird?

Wir wissen es nicht noch nicht.

Und daher schauen am heutigen Tag alle politischen Kräfte gespannt nach Tirol.

Wo sich die Zukunft Österreichs am heutigen Tag entscheidet!

Oder: Sehen Sie das anders?

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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