Volksbefragung in Poysdorf?

Sehr geehrter Herr Bundeskanzler!
Sehr geehrte Frau Landeshauptfrau!

Berlin war aus politischen Gründen leider viel zu lange eine geteilte Stadt.

Daran werde ich immer unwillkürlich erinnert, weil ich in Poysdorf in der Siedlung Süd wohne, und unsere Siedlung leider auch eine „geteilte Siedlung“ ist, weil durch unsere Siedlung früher eine mittlerweile aufgelassene Bahnstrecke verlaufen ist, und es keine einzige direkte Straßenverbindung gibt, auf der man von einem Teil in den anderen Teil fahren kann.

Um von einem Siedlungsteil in den anderen fahren zu können, muss man immer einen Umweg fahren bzw. sogar aus der Siedlung hinaus fahren um dann auf dem jeweiligen Umweg wieder in den anderen Siedlungsteil einfahren zu können.

Dank kluger, verantwortungsbewusster und weitsichtiger Politiker konnte die Teilung in Berlin schließlich doch noch beseitigt werden, nicht so jedoch in Poysdorf, obwohl sich hier eine letzte Möglichkeit dafür anbieten würde.

Zur besseren Information habe ich auch eine Karte angefertigt und sende diese als Beilage ebenfalls mit.

XXXX = zeigt die ehemalige, aufgelassene, abgebaute und noch immer trennende Bahnlinie

1 = zeigt die einzige und letzte Möglichkeit für eine kurze Straßenverbindung der beiden Siedlungsteile (hierfür wäre nur ein Straßenanschluss von cirka 20 m notwendig!!)
2 = zeigt den südlichen 1 Kilometer langen Umweg bei dem die Siedlungsbewohner aus der Siedlung aus und wieder einfahren müssen
3 = zeigt den nördlichen 1 Kilometer langen Umweg bei dem die Siedlungsbewohner nicht nur aus der Siedlung aus und wieder einfahren müssen, sondern welcher sogar über die Bundessstraße 7 führt

Also anstatt einer logischen kurzen cirka 20 m „langen“ Verbindung INNERHALB der Siedlung wurde und wird den Siedlungsbewohnern von den verantwortlichen Kommunalpolitikern ständig ein Umweg von 1 Kilometer für den gleichen Erfolg zugemutet, bei dem sie auch noch aus der Siedlung aus- und einfahren müssen.

Das bedeutet natürlich immer auch eine erhebliche und völlig unnötige verkehrsmäßige Mehrbelastung (mehr Verkehr, mehr Lärm, mehr Abgase, mehr Feinstaub, mehr Gefahren, usw.) als eigentlich notwendig wäre. Noch dazu muss man bedenken, dass es sich um ein geschlossenes Wohn- bzw. Siedlungsgebiet mit einer 30 km/h-Beschränkung und um Wohnstraßen handelt!

Bis jetzt wurde von der Kommunalpolitik damit argumentiert, dass vor der A5-Eröffnung viele „Stauflüchtlinge“ durch unsere Siedlung den täglichen Stau in Poysdorf umfahren wollten. Dieses Argument ist seit der Eröffnung der A5 zum Glück auch weggefallen, und jetzt könnte der Verkehr durch die kurze Straßenverbindung auch gleichmäßiger aufgeteilt werden, damit nicht die Bewohner von 2 Straßen immer die volle Verkehrsbelastung abbekommen und mangels Alternativen über sich ergehen lassen müssen.

An der Stelle wo die Verbindungsstraße errichtet werden sollte (siehe Karte 1) wurde vor cirka 3 Jahren nach langen Querelen mit der Kommunalpolitik und nach Ersuchen aus der Bevölkerung endlich ein Übergang für Fußgänger und Radfahrer errichtet, der aber nicht wetterfest gestaltet wurde, und sich bei jedem Niederschlag zum Nachteil der Benützer in „Morast“ verwandelt.

Ich habe mich schon damals für die Allgemeinheit eingesetzt und habe das jetzt nach der Eröffnung der A5 wieder getan indem ich den Poysdorfer ÖVP-Bürgermeister auf diesen „Schandfleck“ hingewiesen habe, welchen er auch zugegeben hat.

Er will aber wieder nur eine „halbe Lösung“ indem der derzeitige Fußgänger- und Radfahrerübergang nur wetterfest gemacht werden soll, anstatt einer vernünftigen, notwendigen und dauerhaften „Volllösung“ wie es logischerweise nur eine cirka 20 m Straßenverbindung sein kann.

Alle angeführten Nachteile für den Autoverkehr – und somit auch für die Siedlungsbewohner -würden dadurch aber auf Dauer einzementiert und bestehen bleiben, auch noch zu der Zeit, in der die derzeitigen Kommunalpolitiker kommunalpolitisch nicht mehr tätig sein werden.

Dazu kommt auch noch, dass die Steuergelder von den Politikern doch möglichst sinnvoll eingesetzt werden müssen. Diesen Ansatz vermisst man hier jedoch gänzlich, denn auch die „halbe Lösung“ ist mit Kosten verbunden, löst aber das Verkehrsproblem keinesfalls sondern belässt den unbefriedigenden Zustand, wodurch später wieder Ausgaben notwendig sein werden, wenn man endlich mit dem notwendigen Weitblick eine befriedigende „Volllösung“ macht.

Weil dieses Verhalten völlig unverständlich und nicht nachvollziehbar ist, und weil ja objektiv gesehen auch nichts gegen eine „Volllösung“ spricht, habe ich am 18.1.2018 dem Poysdorfer ÖVP-Bürgermeister die folgenden Fragen gestellt:

1) Bist du für oder gegen eine kurze und direkte Straßenverbindung zwischen den beiden Teilen der Siedlung-Süd?

2) weiters möchte ich Dich fragen, wie Du es als Bürgermeister von Poysdorf siehst, wenn es in der Stadt Poysdorf eine „geteilte“ Siedlung gibt, bei der die Bewohner nur über längere Umwege von einem Siedlungsteil in den anderen fahren können, weil es keine einzige direkte und kurze Straßenverbindung gibt, und

3) ob die Kommunalpolitik in NÖ dem Allgemeinwohl oder Einzelinteressen verpflichtet ist?

Leider habe ich bis heute noch immer keine Antworten erhalten, weil er seit 12.1.2018 Dialogverweigerung betreibt und mir nicht antwortet.

Die Notwendigkeit für die „Volllösung“ besteht objektiv und eindeutig. Aufgrund der Dialogverweigerung habe ich auch keine Antworten und keine Argumente gegen den notwendigen Straßenbau erhalten.

Dies alles bietet jetzt natürlich Raum für Spekulationen, warum es keine vernünftige und dauerhafte „Volllösung“ für alle Siedlungsbewohner und Verkehrsteilnehmer geben soll?

Bei objektiver Betrachtung stellt sich die Frage: „Gibt es möglicherweise Bevorzugungen zum Nachteil der Allgemeinheit?“

Warum sollte der hausgemachte Siedlungsverkehr nicht auf mehrere Straßen aufgeteilt werden, damit nicht immer die gleichen Siedlungsbewohner voll benachteiligt werden indem sie diesen Siedlungsverkehr auch immer voll abbekommen, während andere Siedlungsbewohner zwar auch fahren wollen/müssen, aber keinen Verkehr vor ihren Häusern dafür in Kauf nehmen wollen? Wenn der hausgemachte Siedlungsverkehr 2 Möglichkeiten hätte (was jetzt leider nicht der Fall ist!!), würde sich dieser logischerweise auch GERECHTER AUFTEILEN.

Alleine dieser benachteiligende Umstand sollte objektiv betrachtet schon ein Auftrag für die verantwortlichen/zuständigen Kommunalpolitiker sein, endlich etwas am jetzigen einseitigen und unverantwortlichen Zustand zu ändern!

Abschließend möchte ich noch die Möglichkeit einer Befragung bzw. Abstimmung innerhalb unserer Siedlung-Süd als Lösungsmöglichkeit anregen, in die sich alle Betroffenen dann entsprechend einbringen können, denn die betroffenen Siedlungsbewohner müssen ja auch mit der getroffenen Lösung dann täglich leben, aber nur wenige Kommunalpolitiker die jetzt über die Köpfe der Betroffenen hinweg derart unbefriedigende und nicht nachvollziehbare „halbe Lösungen“ treffen wollen.

Ich ersuche Sie beide, sehr geehrter Herr Bundeskanzler und sehr geehrte Frau Landeshauptfrau, um Ihre geschätzte Unterstützung für eine vernünftige Lösung dass unsere Siedlung-Süd nicht als „geteilte Siedlung“ tragisch in die Geschichte eingehen muss, weil dies vor Ort wegen der Dialogverweigerung des ÖVP-Bürgermeisters leider nicht möglich zu sein scheint.

Ich kann mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen, dass ein ÖVP-Bürgermeister der statt eine gemeinsame Problemlösung anzustreben einfach den Dialog mit betroffenen Bürgern verweigert in Ihrem Sinne handelt, bzw. ob sich die Dialogverweigerung mit dem „neuen Stil“ und dem „miteinander“ der ÖVP in Einklang befindet?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Johann Kleibl

A-2170 Poysdorf, Haydnstraße 20
Tel. u. Fax.: +43/2552/2528
Mobiltel.: +43/664/3388265
e-mail: kleibl@aon.at

Über Hans-Georg Peitl, Präsident

.) Präsident des Ordo templis liberalis - Die Templer - Humanistische Union Liberaler Entwicklung .) Obmann der Obdachlosen in der Politik, Österreichs christlich-liberaler Satire-Volkspartei .)Herausgeber des Liberalen Boten
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